Beschäftigte aus Einrichtungen der katholischen Kirche und Caritas der Region Stuttgart beteiligen sich am 6. April am ver.di-Aktionstag für Aufwertung und Entlastung im Sozial- und Erziehungsdienst (04.04.2022)

Beschäftigte aus Einrichtungen der katholischen Kirche und Caritas der Region Stuttgart beteiligen sich am 6. April am ver.di-Aktionstag für Aufwertung und Entlastung im Sozial- und Erziehungsdienst (04.04.2022)

Beschäftigte der katholischen Kirche und Caritas aus der Region Stuttgart zeigen ihre Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen im Sozial- und Erziehungsdienst der Kommunen, die aktuell in einer Tarifauseinandersetzung für Aufwertung und Entlastung stehen. Die Beschäftigten beteiligen sich am bundesweiten Aktionstag der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am 6. April 2022. Der Aktionstag steht unter dem Motto „Für euch. Für uns. Für alle.“, da der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) weit über die Kommunen hinaus Standards setzt. Auch viele Beschäftigte in Kitas, der Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe bei freien, kirchlichen und privaten Trägern profitieren direkt oder mittelbar von den durch ver.di angestrebten Verbesserungen im TVöD.

 

„Die Kolleginnen und Kollegen der katholischen Kirche und Caritas sind zwar nicht direkt von den derzeit laufenden Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) betroffen, aber sie unterstreichen mit ihrer Aktion, dass die Aufwertung und Entlastung in der Sozialen Arbeit trägerübergreifend notwendig ist“, sagte Martin Zahner, Betriebsseelsorger und Vorsitzender Diözesane Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

 

Am Mittwoch, 6. April 2022, um 15.30 Uhr in Stuttgart vor der Domkirche
St. Eberhard, Königstr. 7A werden sich Abordnungen zahlreicher katholischer Einrichtungen zu einer Kundgebung treffen.

 

Die Kundgebung wird gemeinsam veranstaltet von der KODA (Kommission zur Ordnung des Diözesanen Arbeitsvertragsrechts) - Dienstnehmerseite, der Katholische Arbeitnehmer-Bewegung - KAB, der Diözesanen Arbeitsgemeinschaften der Mitarbeitervertretungen im verfassten und caritativen Bereich der Diözese Rottenburg-Stuttgart, der Mitarbeitervertretung des Stadtdekanats Stuttgart sowie ver.di.

 

„Die Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst müssen attraktiver werden, auch um die vielerorts händeringend gesuchten Arbeitskräfte zu gewinnen und auf Dauer zu halten“, so Cuno Brune-Hägele, Geschäftsführer ver.di Stuttgart. „Am Ende gewinnen alle, wenn Kinder, Jugendliche und hilfebedürftige Menschen in ihrer Entwicklung bestmöglich unterstützt werden. Dafür braucht es genug und qualifiziertes Personal und das kann nur mit guten Arbeitsbedingungen gewonnen und im Beruf gehalten werden.“

In der zweiten Tarifverhandlungsrunde für die rund 330.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst im öffentlichen Dienst der Kommunen hatte es Ende März keine Annäherung gegeben. ver.di fordert in den Tarifverhandlungen eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel und die finanzielle Anerkennung der Arbeit der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst. Die dritte Verhandlungsrunde findet am 16./17. Mai in Potsdam statt.